Herzlich willkommen beim DJN!

Wir sind ein unabhängiger, unhierarchischer und ehrenamtlicher Jugend-Umweltverband, der sich vor allem der Naturkunde und dem Naturschutz verschrieben hat. Informiere dich hier über unsere aktuellen Aktivitäten und sei doch auch mal dabei ;)

Aktuelles

Libellen in Mitteldeutschland

18. Mai 2016

Libellenseminar vom 8.7. – 10.7. im Salzlandkreis

Wann: 8.7. – 10.7.2016
Wo: Könnern im Salzlandkreis
Was: Libellen und Trockenrasen

Libellen gehören zu den ältesten lebenden Insektenarten auf diesem Planeten. Seit dem Karbon besiedeln sie von den Tundren des Nordens bis zu den Oasen der tropischen Wüsten fast die gesamten limnischen Gewässer der Erde. Experten aus Naturschutz und der Landschaftsplanung können anhand der Libellenvorkommen detailreiche Rückschlüsse auf die Qualität von Gewässern ziehen. In den letzten Jahren veränderte sich die heimische Libellenfauna durch den Klimawandel rasant: Schon jetzt sind in Deutschland zahlreiche Arten zu finden, die bislang eher im Mittelmeerraum vorkamen. Sachsen-Anhalt gehört mit seinem regenarmen Klima und den großen Flussläufen und Auen zu einem Libellenhotspot in Mitteleuropa. (mehr …)

Kohle stoppen – Klima schützen: Für eine demokratisch organisierte Energieversorgung

12. Mai 2016

Niedersächsische Jugendumweltverbände rufen zur Demonstration gegen Braunkohleabbau in der Lausitz auf.

Die niedersächsischen Jugendumweltverbände BUNDjugend Niedersachsen, Grüne Jugend Niedersachsen, Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung Niedersachsen, sowie JANUN e.V. rufen zur Anti-Kohle-Demo 2016 im Braunkohlerevier Lausitz am 14. Mai auf.

Die Demonstration wird von einem breiten Bündnis aus linken Gruppen, Jugendverbänden und Umweltorganisationen getragen, die ein deutliches Zeichen gegen einen Kapitalismus setzen wollen, der weiter auf den Einsatz von fossilen Brennstoffen setzt.

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April: Insektenfalle im Frühlingswald

29. April 2016

Auch wenn die meisten Frühjahrsblüher jetzt schon verblüht sind, lohnen sich Frühlingsspaziergänge durch den Wald immernoch! Neben den vielen zwitschernden Vögeln  könnt ihr zurzeit mit etwas Glück eine Pflanze mit einer außergewöhnlichen Bestäubungs-Taktik sehen.

Den Aronstab (Arum maculatum) erkennt man schon im frühen Frühling an seinen Blättern mit pfeilförmigem Grund, die manchmal dunkel gefleckt sind. Das augenfälligere Erkennungsmerkmal sind im Moment aber die kolbenförmigen Blütenstände, die von einem auffälligen, grünlich-weißen Hochblatt umgeben sind.

Blick von oben in die Kesselfalle, Foto: Clara

Blick von oben in die Kesselfalle, Foto: Clara

 

Die eigentlichen Blüten sind ziemlich unspektakulär ohne Kronblätter und sind eingeschlechtig, das heißt es gibt männliche und weibliche Blüten. Sie sitzen versteckt  am unteren Teil des Kolbens, der von dem eingerollten Hochblatt umhüllt und außerdem von zu Borsten umgebildeten sterilen Blüten nach oben hin abgeschlossen ist, und sind deshalb von außen nicht sichtbar. Nur ein bräunlicher, manchmal etwas violett schimmernder steriler Abschnitt ragt heraus.

 

Doch wie funktioniert nun die Bestäubung bei diesen versteckten Blüten?

 

Aufbau des Blütenstandes, Zeichnung: Clara

Aufbau des Blütenstandes, Zeichnung: Clara

Der obere Teil des Kolbens sondert einen für manche Fliegen und Mücken attraktiven Aasgeruch ab. Besonders kurios ist, dass die Temperatur im Kolben um bis zu 15°C gegenüber der Außentemperatur erhöht sein kann! Dadurch werden zahlreiche Insekten angelockt, doch nur die Kleinen kommen durch die verengte Röhre zum unteren Teil des Blütenstandes. Und wenn sie erstmal dort sind, kommen sie so schnell nichtmehr raus. Die Innenseite des Hochblattes ist völlig glatt, sodass die Insekten dort keinen Halt finden, und die Borsten versperren zusätzlich den Ausgang. Da ihnen nichts anderes übrig bleibt, krabbeln die Fliegen und Mücken unten in dieser sogenannten Kesselfalle herum und bestäuben dabei die weiblichen Blüten(zumindest wenn sie vorher schon eine andere Aronstabpflanze besucht haben und deren Pollen mitbringen). Um Selbstbestäubung zu verhindern reifen die männlichen Blüten erst danach und pudern die Insekten mit neuem Pollen ein. Spätestens 24 Stunden nach der Bestäubung welken dann die Borsten und die gefangenen Insekten werden wieder freigelassen – um mit etwas Pech in der nächsten Kesselfalle zu landen und eine weitere Pflanze zu bestäuben…

Eine weitere Besonderheit des Aronstabs ist, dass er, obwohl er zur Gruppe der einkeimblättrigen Pflanzen gehört, netznervige Blätter hat. In der Regel haben die Vertreter dieser Gruppe (z.B. Gräser und Orchideen) parallelnervige Blätter, das heißt die Blattadern sind alle parallel zueinander und nicht verzweigt. Beim Aronstab durchziehen sie die Blätter dagegen netzartig verzweigt.

Und wo genau müsst ihr nun hin, wenn ihr euch diese raffinierten Blütenstände einmal selber anschauen wollt? Aronstab ist (zumindest in Süd- und Mitteldeutschland) nicht selten und wächst vor allem in Buchenwäldern auf etwas feuchten, nährstoffreichen Lehmböden, aber auch in Auwäldern und an Hecken oder in Parks.

Und wenn ihr Glück habt, findet ihr dort vielleicht auch noch einen letzten blühenden Lärchensporn (Corydalis cava), mit dem der Aronstab häufig gemeinsam vorkommt 🙂

 

Bild oben rechts: Aronstab, Arum maculatum, Foto: Clara

 

Quellen/Tipps zum Weiterlesen:

Sebald, Oskar: Die Farn-und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Band 8: Juncaceae bis Orchidaceae, Ulmer 1998

http://www.floraweb.de/pflanzenarten/druck.xsql?suchnr=625&sipnr=625&

 

Verfasserin: Clara Bultmann

März: Der frühe Vogel…

19. März 2016

…fängt den Wurm sagt ein Sprichwort. Doch manch früher Vogel fängt auch schon jetzt mit seinem kunstvollen Balzgesang an. Da die Sommervögel erst jetzt so langsam wieder in den Wäldern auftauchen (zumindest in Norddeutschland, wo die Autorin des Textes ihre Zeit verbringt), ist das Spektrum der singenden Vögel noch begrenzt. (mehr …)

Januar: Blühende Pflanzen im Winter

19. März 2016

Viele Leute glauben ja im Januar sei keine Saison für Blütenpflanzen in Mitteleuropa. Das stimmt natürlich nicht, sonst hätten alle Botaniker im Winter ja gar nichts zu tun und würden an schweren Winterdepressionen leiden. Da dies offensichtlich nicht der Fall ist, muss es also auch Pflanzen geben, die im Winter blühen. Ist doch logisch, oder? (mehr …)


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