Herzlich willkommen beim DJN!

Wir sind ein unabhängiger, unhierarchischer und ehrenamtlicher Jugend-Umweltverband, der sich vor allem der Naturkunde und dem Naturschutz verschrieben hat. Informiere dich hier über unsere aktuellen Aktivitäten und sei doch auch mal dabei ;)

Aktuelles

Offener Brief der Jugendverbände zum Dannenröder Wald

7. Dezember 2020

Berlin, den 02.12.2020

Sehr geehrter Herr Klose (Hessischer Minister für Soziales und Integration),
sehr geehrter Herr Beuth (Hessischer Minister des Innern und für Sport),
sehr geehrte Mitglieder des Sozial- und Integrationsausschusses des Hessischen Landtags,
sehr geehrte Mitglieder des Innenausschusses des Hessischen Landtags,

seit einigen Wochen verfolgen wir mit großer Sorge und Entsetzen die Nachrichten rund um die Räumungs- und Rodungsarbeiten im Dannenröder Wald. Als Jugendverbände, die sich seit Jahrzehnten für die Belange und politische Beteiligung junger Menschen stark machen, aber auch als junge Menschen, die sich um das Wohl politisch engagierter Jugendlicher sorgen, wenden wir uns mit diesem offenen Brief an Sie. Wir appellieren an Ihr Verantwortungsbewusstsein und fordern Sie auf, den Polizeieinsatz und die Räumungs- und Rodungsarbeiten im Dannenröder Wald sofort zu stoppen.

Als demokratische Jugendverbände unterstützen wir den friedlichen Protest junger Menschen im Dannenröder Wald. Viele junge Menschen nehmen ihr demokratisches Grundrecht wahr und sind in den Wald aufgebrochen, um den alten Mischwald gewaltfrei vor der Rodung zu retten und etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen. Leider sehen sie sich dort aktuell einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz und teilweise massiver Gewalt ausgesetzt: Videoaufnahmen zeigen junge Menschen, die mit Gewalt von Bäumen gezerrt werden; eine Sanitäterin berichtet von Prellungen, Verrenkungen, Blutergüssen sowie zwei Gehirnerschütterungen, die Protestierenden zugefügt worden seien; darüber hinaus hat es bereits mehrere Vorfälle gegeben, bei denen Menschen aus größerer Höhe beinahe oder tatsächlich abgestürzt sind. Unsere Mitglieder, die sich im Wald befinden, haben Angst, verletzt zu werden.

Aus unserer Sicht ist diese Gewalt nicht zu rechtfertigen. Das Engagement der jungen Menschen wird hier wortwörtlich mit Füßen getreten. Die Gewalt verursacht bei den Betroffenen Verletzungen – schlimmstenfalls Traumata -, die tiefer gehen als eine Schürfwunde. Das Erlebte führt bei Vielen zu einem massiven Vertrauensverlust in die Polizei und damit auch in den Rechtsstaat als Garant für den Schutz individueller Freiheitsrechte. Aus diesem Grund befürchten wir mit Blick auf die Entwicklungen rund um den Dannenröder Wald, dass jungen Menschen das Vertrauen in demokratische Prozesse und rechtsstaatliche Institutionen genommen wird.

Als Jugendverbände wollen wir junge Menschen zur aktiven Mitgestaltung der freiheitlichen demokratischen Gesellschaft befähigen, insbesondere durch Förderung des verantwortlichen Handelns, des kritischen Denkens sowie des sozialen und solidarischen Verhaltens. All dies wird im Dannenröder Wald gelebt – und zugleich durch die anhaltende Räumung und Rodung, die mangelnde Dialogbereitschaft der Politik und den überzogenen Polizeieinsatz gefährdet.

Der Dannenröder Wald ist längst zum Symbol geworden: Ein Symbol für Umweltzerstörung, eine veraltete Verkehrspolitik und für das Unvermögen der Politik, die Klimakrise endlich ernst zu nehmen. Dabei sind viele junge Menschen tief besorgt um ihre Zukunft auf diesem Planeten. Sie können und wollen nicht teilnahmslos zusehen, wie die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zerstört werden. So sind die Fronten im Dannenröder Wald verhärtet und die Stimmung ist aufgeheizt.

Angesichts der existentiellen Bedrohung durch die Klimakrise sollten Sie sich ernsthaft die Frage nach der Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes vorlegen, aus dem sich ergibt, dass der Staat nicht härter durchgreifen darf als erforderlich. Staatliche Gewalt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern soll schonend und nur bei wirklicher Dringlichkeit angewandt werden. Doch wie „dringend“ ist der Autobahnbau? Wessen Interessen kollidieren in diesem Konflikt und wie können diese in ein angemessenes Verhältnis zueinander gesetzt werden?

Die fehlende Dialogbereitschaft seitens der Politik führt dazu, dass die Polizei im Dannenröder Wald unter hohem zeitlichen Druck arbeitet. Dabei passieren Fehler. Dies führte bereits in den letzten Wochen zu zahlreichen, teils schweren, Verletzungen. Wir dürfen nicht abwarten, bis noch Schlimmeres passiert. Gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie sollte die Gesundheit aller Menschen an erster Stelle stehen. Zum Wohle aller Beteiligten muss der Polizeieinsatz im Dannenröder Wald sofort gestoppt werden.

Wir fordern Sie eindringlich auf, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um die Räumungen und Rodungen zu unterbrechen. Wir brauchen jetzt echte Dialogbereitschaft statt weiterer Eskalation. Sie können uns beweisen, dass Ihnen das Engagement und die Zukunft junger Menschen nicht egal sind. Sie haben die Chance, ein echtes Zeichen für Dialogbereitschaft zu setzen, indem Sie den Polizeieinsatz sofort abbrechen.
Mit freundlichen Grüßen

BUNDjugend Bundesverband
BUNDjugend Hessen
Naturfreundejugend Deutschlands
Naturschutzjugend Deutschlands
Naturschutzjugend Hessen
Bundesjugendwerk der AWO
Jugend des Deutschen Alpenvereins
Jugend des Deutschen Alpenvereins, Sektion Wiesbaden
Deutsche Schreberjugend
Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland
Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung

Volksbegehren zu mehr Artenvielfalt in Niedersachsen

1. April 2020

Im vergangenen Jahr begannen verschiedene Akteur*innen, auch in Niedersachsen (ähnlich wie in Bayern und Baden-Württemberg) ein Volksbegehren für mehr Artenvielfalt auf den Weg zu bringen. Der Hauptvorstand des DJN hat beschlossen das Vorhaben durch Beteiligung am Jugendbündnis zu unterstützen. Es gab bereits eine Pressekonferenz, in der das Volksbegehren angekündigt wurde. Jedoch musste der Beginn der Unterschriftensammlung aufgrund von Corona verschoben werden, doch wenn diese beginnt werden so viele Unterschriften wie möglich von Wahlberechtigten in Niedersachsen benötigt.

Alle weiteren Infos zum Volksbegehren findet ihr unter www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt

Gründung der Ortsgruppe Bonn

9. Februar 2020

Liebe Naturbeobachter*innen,
jetzt wird es konkret!
Am 12.02.2020 um 18 Uhr wollen wir uns im Museum Koenig treffen und ganz offiziell die Ortsgruppe Bonn des DJN gründen! Treffpunkt ist an der Kasse. Kommt vorbei!
Wir freuen uns auf euch!

Die Ortsgruppe ist komplett eigenständig und selbst organisiert. Hier könnt ihr eure eigenen Wünsche und Ideen gemeinsam umsetzen. Nachts Fledermäuse beobachten, den Vulkanen im Siebengebirge auf der Spur oder seltene Arten wie Uhu, Biber und Sandlaufkäfer entdecken, all das und noch viel mehr ist möglich

Rückblick: Winterseminar 2019/2020

24. Januar 2020

Vom 26.12. bis zum 2.1. fand in der Waldorfschule Wahlwies, also fast am Bodensee, das Winterseminar statt. Wie eigentlich immer beim DJN stand die Naturkunde im Mittelpunkt: Es gab Exkursionen zum Hexenbrünnele, zur Bodenseehalbinsel Mettnau und durch das Wollmatinger Ried. Dort wurden einige Pflanzen und Pilze bestimmt und vor allem viele Vögel beobachtet, darunter auch Besonderheiten wie Waldohreule, Bartmeisen und Wasserralle. Außerdem gab es die Möglichkeit, unter dem Binokular Selbstgesammeltes wie Baum- und Strauchknospen oder Mitgebrachtes wie einige Käfer aus einer Sammlung genauer anzusehen und bestimmen zu lernen. An den Abenden gab es verschiedene Vorträge und Diskussionsrunden über australische Spinnen, den Atom- und Kohleausstieg, ein forstbotanisches Praktikum in Ghana, ein Artenkennernetzwerk, Ideen für eine lebenswerte Zukunft und einen Spinnen- und Raupenspaziergang. An einem Abend wurden Kerzen gegossen und Bienenwachstücher hergestellt. Die meisten Abende endeten mit einer Singerunde, bei der mit viel Gitarrenbegleitung im Kerzenlicht Musik gemacht wurde. An Silvester wurde eine Norddeutsche Tradition nach Wahlwies gebracht: Das Rummelpott-Laufen. Dabei geht eine Gruppe von Haus zu Haus, singt Lieder und verteilt gute Wünsche für das neue Jahr. Die fleißigen Sänger*innen wurden in Wahlwies sehr freundlich aufgenommen und waren beeindruckt von der Gastfreundschaft und dem regen Interesse an den norddeutschen Bräuchen. Später wurde mit dem traditionellen DJN-Tanz „Hüpse“  in das neue Jahr getanzt, der auf amüsante Art Volkstanz und Wettrennen vereint.

Seminar auf Hallig Hooge

8. November 2019

Im September diesen Jahres haben wir ein sehr schönes Seminar auf Hallig Hooge verbracht. Vom 20. bis 28. haben wir eine Woche lang die Hallig unsicher gemacht und sehr viel erleben, entdecken und kennenlernen können. Das Wetter war anfangs super und wurde dann immer wechselhafter bis es am Abfahrtstag teilweise in strömen regnete.
Mit mal mehr und mal weniger Leuten waren wir vor Ort und eine tolle, bunt durchmischte Gruppe. Untergekommen sind wir im Seminarhaus der Schutzstation Wattenmeer, (mehr …)


Weitere Einträge


Baden-Württemberg Berlin Bestimmung Biosphärenreservat Botanik Brandenburg Exkursion Fahrradtour Fledermäuse Fluss Frühling Gesellschaft Göttingen Herbst Insekten Kartierung Kultur Kulturelle Landpartie Küste Libellen Moor Nationalpark Natur Naturkunde Naturschutzgebiet Niedersachsen Nordsee Orchideen Ornithologie Pflanzen Politik Radtour Schleswig-Holstein Seminar Sommer Sommercamp Sommerlager Vögel Wald Wasservögel Wattenmeer Wendland Wildkräuter Winter Winterseminar Wochenende Wochenendseminar Workshop Zoologie Ökologie

Anstehende Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Newsletter Anmeldung

Email:

Kontakt

DJN
Geiststraße 2
37073 Göttingen

Mail:
djn@naturbeobachtung.de