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Wir sind ein unabhängiger, unhierarchischer und ehrenamtlicher Jugend-Umweltverband, der sich vor allem der Naturkunde und dem Naturschutz verschrieben hat. Informiere dich hier über unsere aktuellen Aktivitäten und sei doch auch mal dabei ;)

Aktuelles

Seminarrückblick – Biodiversität und Landwirtschaft

8. November 2021

Es ist nun schon eine Weile her, dass unser Seminar mit dem schönen Titel „Biodiversität und Landwirtschaft – Komplexe Zusammenhänge erfahrbar machen“ stattgefunden hat. Trotzdem möchten wir euch einen Einblick in unser Seminar vom 17.-22. Juni 2021 nicht vorenthalten.

Biodiversität ist eine wichtige Grundlage für die Landwirtschaft, z.B. durch die Bestäubungsleistung. Gleichzeitig ist die biologische Vielfalt, wie wir sie heute in Mitteleuropa kennen, überhaupt erst durch kleinteilige, vielfältige landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Doch die Änderung der Landwirtschaft führte durch Überdüngung, Nutzung von Pestiziden und immer größeren Feldern mit weniger diversen Strukturen und Zufluchtsorten wie Hecken und Blühstreifen zu einer sinkenden Biodiversität.

Gleichzeitig gehen jedes Jahr Millionen Hektar fruchtbarer Boden verloren – durch Versiegelung, z.B. um Straßen und Städte zu bauen, aber auch durch erosionsfördernde Intensivlandwirtschaft. Das ist ein großes Problem, besonders, weil Boden knapp und wertvoll ist. Reichere Länder wie Deutschland verbrauchen mehr Ackerland, als ihnen rechnerisch zusteht: weltweit hätte jeder Mensch etwa 2000 m² Ackerfläche für Ernährung und Co zur Verfügung – in der EU verbraucht jede*r aber im Schnitt 2.700 m² Anbaufläche. Diese fehlt dann anderen Menschen zur Ernährung – oder es werden auf Kosten der Biodiversität Wälder gerodet, Felder intensiver bewirtschaftet usw.

Ein Video zu unserem Seminar inklusive einiger Erkenntnisse.
Videoaufnahmen und Schnitt: Eike Plhak.

Ein Tag in der Döberitzer Heide

17. September 2021

Am 09.09.2021 fand eine Exkursion der DJN-Ortsgruppe Berlin/Brandenburg in die Döberitzer Heide statt. Es ist der älteste ehemalige Truppenübungsplatz in Deutschland. Der größte Teil wird sich selbst überlassen und in einem abgesperrten Bereich (Wildniskernzone) mit Wisenten und Wildpferden gepflegt. Ein Botaniker der Heinz-Sielmann-Stiftung, die die Fläche naturschutzfachlich betreut, begleitete uns bei der Exkursion. Da unsere Gruppe so bunt gemischt war, starteten wir mit einer Vorstellungsrunde.

Kurz hinter dem Parkplatz trafen wir auf die erste besondere Art, mit der niemand gerechnet hatte: der Sandohrwurm. Er ist unsere größte heimische Ohrwurmart und braucht großflächig unbewachsene Lebensräume, er ist ein Pionier mit weltweiter Verbreitung (natürlicherweise, nicht durch Menschen). Eigentlich an Küsten und Flussufern zuhause, nimmt er auch Kiesgruben oder Truppenübungsplätze an. Da das Tier normalerweise in seiner Wohnröhre unter dem Sand verborgen ist, bekammt man es selten zu Gesicht.


Sandohrwurm
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Zugvogelbeobachtung in der Kasseler Heide (05.09.2021)

6. September 2021

An einem sonnigen Vormittag hat die Ortsgruppe Bonn/Rhein-Sieg eine naturkundliche Wanderung durch die Kasseler Heide bei Königswinter unternommen. Beobachtet wurden vor allem Zugvögel, aber auch Standvögel und Insekten. Bei den Zugvögeln war vor allem für Baumpieper und Schafstelze ein guter Zugtag.

Unsere Highlights waren:
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Nachtexkursion in die Schwärze

1. September 2021

Die Ortsgruppe Berlin-Brandenburg hat sich am 31.August getroffen, um in der Nacht Fische zu beobachten. Dabei ging es in die Schwärze, ein Bach der durch den Stadtcampus der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde fließt und daher gut zu erreichen ist.
Das Hauptziel der Exkursion war es, Groppen zu beobachten. Bei Groppen handelt es sich um eine Gattung von bodenlebenden Fischen, die keine Schwimmblase haben und deshalb die meiste Zeit träge am Boden herumliegen und dabei einfach sympathisch aussehen. Sie benötigen schnell fließende, klare Bäche und sind im flachen Brandenburg dementsprechend extrem selten. Sie sind hier nur aus drei Gewässersystemen bekannt: Die Steppnitz im nordwestlichen Zipfel von Brandenburg, das Schwärzesystem und die Lausitzer Neiße im Südosten des Landes.

Baltische Groppen aus der Schwärze
Baltische Groppen (Cottus microstomus) aus der Schwärze
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Insektenbeobachtung in der Kiesgrube in Hersel (15.08.2021)

16. August 2021

In einer Kiesgrube in Hersel und den angrenzenden Blühwiesen haben wir Insekten, Vögel und Pflanzen beobachtet.

Hier findet ihr die Highlights der Exkursion:

Insekten:

  • Blauflügelige Ödlandschrecke
  • 6 Libellen-Arten: Blaugrüne Mosaikjungfer, Herbst-Mosaikjungfer, Feuerlibelle, Becher-Azurjungfer, Große Heidelibelle und Große Pechlibelle
  • Trauer-Rosenkäfer
  • Sechsfleck-Widderchen
  • Wespenspinne

Vögel:

  • Flussuferläufer
  • Turteltaube
  • Bluthänfling

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