Das war das Wildkräuterseminar 2010

Das Wildkräuterseminar in Aukrug vom 07.05. bis 09.05.2010

Was kann man aus den Pflanzen, die um uns herum wachsen, eigentlich alles machen und wie kann man sie in der Küche verwenden? Das war die zentrale Frage dieses Seminars, in dem die Teilnehmer vor allem auch gleich die Möglichkeit haben sollten die Rezepte und Anregungen in die Tat umzusetzen. Leider spielte das Wetter nicht immer mit, doch wir passten uns den Wetterverhältnissen an und nutzen die regenfreien Zeiten zum Rausgehen.

Während wir noch auf die Ankunft der letzen Teilnehmer warteten, machten sich einige schon mal an das Sammeln von Brennnesseln für das Abendessen. Dies gelang leider nicht ganz ohne „Verbrennungen“. Auch das anschließende Kleinschneiden ist nur angenehm, wenn man vorher die kleinen Brennhaare der Blätter zerstört, entweder durch überrollen mit einem Nudelholz oder übergießen mit heißem Wasser. Doch nach so viel – zum Teil schmerzhafter – Arbeit war die Brennessel-Tomatensauce mit Nudeln anschließend umso leckerer.

Am nächsten Morgen machten wir uns mit dem Fahrrad auf in einen Kräutergarten im Nachbarort. Die Fahrt dauerte knapp eine Stunde, wurde jedoch durch einige Berge und nicht allzu warmes Wetter erschwert. Netterweise wurden wir im Kräutergarten mit heißem Kakao begrüßt und so waren wir wieder fit für die Erkundung des Gartens. Die Besitzerin des Gartens gab uns eine sehr anschauliche Führung, wir mussten alle Pflanzen sowohl durch Riechen, Tasten, als auch Schmecken kennen lernen. Sie stellte uns sehr viele verschiedene Kräuter vor und gab uns allerhand Tipps wie man sie verwenden kann. Wir lernten sowohl die Verwendungsmöglichkeiten von heimischen Pflanzen wie Giersch, Löwenzahn, Gänseblümchen und Co. kennen, als auch von uns bis dahin unbekannten Kräutern. Besondere Begeisterung rief dabei die Kampfer Eberraute (auch als Colastrauch bekannt) hervor, die nach Cola riecht, wenn man mit der Hand über sie streicht, sowie Stevia rebaudiana, welches durch seine unheimlich süßen Blätter beeindruckte.

Nach so vielen neuen Informationen brauchten wir erstmal eine Pause, die wir in der Gartenhütte verbrachten, wo wir unser mitgebrachtes Proviant verzehrten und in den diversen Kräuterbüchern die es dort gab blätterten. Anschließend erkundeten wir noch den Privatgarten der Referentin und machten uns dann mit unzähligen Gerüchen in der Nase und diversen Pflanzenteilen in den Taschen wieder auf den Rückweg. Diesmal kam sogar die Sonne etwas heraus. Zurück in Aukrug gingen wir noch mal durch den eigenen Garten um zu gucken, ob wir die Kräuter die wir soeben kennen gelernt hatten wieder erkennen würden und sammelten dabei gleich Einige für einen Salat und einen Kräuterquark. Zudem probierten wir ein Rezept aus das uns soeben empfohlen worden war: Brennneselblätter in Bierteig. Alle waren recht geschafft von der Fahrradtour und so vielen Informationen, und so verbrachten wir den Abend mit diversen Gesellschaftsspielen und nettem Beisammensein

Text von Silke Bern

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