Bestimmungsliteratur-Empfehlungen

Allgemeine Gedanken zu Bestimmungsliteratur

Für Neulinge ist die Entscheidung für ein Bestimmungsbuch oft schwierig. Für manche Artengruppen gibt es eine Vielzahl von Büchern zu sehr unterschiedlichen Preisen und mit unterschiedlichen Ansätzen zur Bestimmung. Im Grunde lassen sich Bestimmungsschlüssel und „Bilderbücher“ unterscheiden, obwohl es auch Mischformen gibt. Ein Bestimmungsschlüssel (manchmal als Bestimmungstabelle bezeichnet) ist ein Textsystem, das Schritt für Schritt von einer Entscheidungsmöglichkeit zur nächsten führt. Mit jeder Entscheidung werden Optionen ausgeschlossen, bis man bei der richtigen Art ankommt. Klassischerweise hat man immer zwei Optionen („dichotomer Schlüssel“):

(1a) Blätter flach, Laubblattartig -> 2
(1b) Blätter nadelförmig, spitz zulaufend, derbe. Frucht in Zapfenform. -> Nadelbaum

(2a) Blatt größer als eine Hand, fingerförmig gefiedert -> Roßkastanie
(2b) Blatt kleiner als eine Hand -> Rotbuche

Gute Bestimmungsschlüssel sind zur Erläuterung der Textpassagen mit Illustrationen ergänzt. Der Vorteil eines Schlüssels ist, dass die relevanten Merkmale Schritt für Schritt durchgegangen werden. So wird jede Option berücksichtigt. Der große Nachteil ist, dass der Umgang mit Bestimmungsschlüsseln genaue Kenntnis der morphologischen Fachbegriffe vorraussetzt. Manche Bestimmungsschlüssel beziehen sich auf Merkmale, die nur unter starker Vergrößerung sichtbar sind. Solche Bestimmungsbücher eignen sich kaum zur Bestimmung von lebenden Exemplaren im Freien. Dafür müssen Pflanzenteile zur Begutachtung abgeschnitten, oder z.B. Insekten getötet und präpariert werden. Bestimmungsschlüssel sind unersetzlich wenn man tiefer in die Materie einsteigen möchte (und großen Wert auf korrekte Bestimmung legt), aber unbrauchbar wenn man eben kurz etwas nachschlagen möchte. Bei Artengruppen, die optisch auffällige Unterschiede zeigen, wie etwa Tagfaltern, macht es mehr Sinn ein Buch mit Abbildungen durchzublättern als einen Bestimmungsschlüssel durchzugehen. Wenn es viele ähnlich aussehende Arten gibt, etwa bei Laufkäfern, ist ein Bestimmungsschlüssel sinnvoller. Eine gute Vorgehensweise ist die Bestimmung mit einem Schlüssel, und der anschließende Vergleich mit Abbildungen um zu kontrollieren ob das Ergebnis plausibel ist.

Ein Bestimmungsbuch, das auf Abbildungen basiert, wie beispielsweise die Kosmos-Naturführer, ist einfacher und schneller zu verwenden. Es ist aber wichtig, dass bei den Abbildungen auf Merkmale hingewiesen wird. So wird es einfacher die Abbildungen zu vergleichen. Gute Zeichnungen sind deutlicher als Fotos.
Ein weiteres wichtiges Kriterium für Bestimmungsbücher ist die Vollständigkeit. Viele Bücher enthalten nicht alle Arten für die behandelte Artengruppe und das Gebiet, so ist eine eindeutige Bestimmung nicht möglich. Woher soll man wissen ob es nicht vielleicht doch noch ähnliche Arten gibt, die aber nicht abgebildet sind?

Anschließend empfehlen wir einige Bestimmungsbücher und weitere Quellen. Die Liste wurde von Mitgliedern des DJN zusammengetragen und ist daher subjektiv.

Empfehlungen

Vögel

Svensson, L. (2017): Der Kosmos Vogelführer: Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Kosmos.
Das Standardwerk bei Ornitholog*innen. Der „Svensson“ ist in Buchform und (etwas günstiger) als App inklusive Vogelstimmen für Smartphones erhältlich. Die App enthält alle Zeichnungen und Texte, die auch im Buch enthalten sind, es ist in der App aber umständlicher verschiedene Vögel zu vergleichen als mit einem Buch.

Schulze, Dingler (2007): Die Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Edition Ample.
Enthält Tonaufnahmen von 819 Vogelarten. Neben Gesängen sind auch Rufe und Bettelrufe von Jungvögeln enthalten. Eine solche Sammlung von Tondateien ist praktisch um sie sich aufs Handy zu laden um unterwegs nachhören zu können. Eine kostenlose Alternative ist xeno-canto.org

Reptilien und Amphibien

Da in Deutschland nur eine kleine Anzahl an Reptilien und Amphibien vorkommt, behandeln die meisten Bestimmungsbücher ganz Europa und enthalten viele Arten die es hier gar nicht gibt.

Glandt, D. (2015): Die Amphibien und Reptilien Europas. Quelle & Meyer.
Link zu unserer Rezension. Das Buch enthält keinen Bestimmungsschlüssel, im Vorwort verweist Dieter Glandt auf den „Grundkurs Amphibien- und Reptilienbestimmung“ als Ergänzung zum Buch.

Glandt, D. (2011): Grundkurs Amphibien- und Reptilienbestimmung. Beobachten, Erfassen und Bestimmen aller Europäischen Arten. Quelle & Meyer.

Libellen

Um Libellen zu bestimmen ist es am besten sie zu fangen. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten können sie aber gut lebend bestimmt werden.

Lehmann, Nüß (2015): Libellen – Bestimmungsschlüssel für Nord- und Mitteleuropa. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Göttingen.
Bestimmungsschlüssel mit zahlreichen Abbildungen.

K.-D. B. Dijkstra (2014): Libellen Europas. Der Bestimmungsführer. Haupt.
Dieses Buch ist teurer als der DJN-Bestimmungsschlüssel, enthält dafür aber farbige Zeichnungen und lässt sich in ganz Europa verwenden. Es funktioniert als Bestimmungsbuch nach Bildern, enthält aber auch eine Art Bestimmungsschlüssel um bei der Bestimmung systematisch vorzugehen.

Schmetterlinge

Traditionell wurden Schmetterlinge in “Großschmetterlinge” und “Kleinschmetterlinge” eingeteilt, obwohl es sich dabei nicht um echte verwandschaftliche Gruppen handelt. Die Kleinschmetterlinge sind sehr artenreich und klein (aber nicht unbedingt unscheinbar), weshalb sie in vielen Bestimmungsbüchern nicht behandelt werden.

Settele et al. (2015): Schmetterlinge: Die Tagfalter Deutschlands. Ulmer.
Enthält alle Tagfalter Deutschlands, allerdings nicht die alpinen Arten. Bildtafeln machen es einfach ähnliche Arten zu vergleichen.

Steiner et al. (2014): Die Nachtfalter Deutschlands: Ein Feldführer. BugBook Publishing.
Ist aktueller und hat bessere Abbildungen als das vorherige Standardwerk, “Wir bestimmen Schmetterlinge” von Manfred Koch.

Lepiforum.de
Enthält unter anderem eine sehr umfangreiche Bestimmungshilfe, die zu jeder Art Bilder verschiedener Entwicklungsstadien zeigt. Wenn man noch gar keine Vorkenntnisse hat und nicht weiß zu welcher Familie der Schmetterling gehören könnte ist es umständlich sich durch die Bilder zu klicken, dann ist es einfacher ein Buch durchzublättern. Enthält fast alle Arten Europas.

Heuschrecken

Wendler, Lorenz, Horstkotte (1994): Heuschrecken. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Göttingen.
Der DJN-Heuschreckenschlüssel ist momentan leicht veraltet, aber immer noch empfehlenswert. Er ist zur Bestimmung von lebenden Heuschrecken in der Hand geeignet. Wiegt fast nichts und ist deshalb immer gut im Rucksack aufgehoben.

Fischer, J., Steinlechner, D., Zehm, A., Poniatowski, D., Fartmann, T., Beckmann, A., Stettmer, C. (2016): Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols. Bestimmen Beobachten Schützen. Quelle & Meyer
Basiert zwar auf Fotos, aber auf diesen sind die relevanten Merkmale gut herausgearbeitet. Außerdem enthält es auch eine Art Bestimmungsschlüssel, so dass auch systematisch vorgegangen werden kann.

Käfer

Käfer sind eine sehr artenreiche Gruppe, deshalb gibt es kein vollständiges Bestimmungsbuch dass man mal eben mit auf eine Exkursion nehmen kann. Einige auffällige Arten sind in allgemeineren Bestimmungsbüchern wie “Parey´s Buch der Insekten” oder dem “Kosmos-Käferführer” enthalten, allerdings ist eine Bestimmung mit diesen Büchern immer mit Vorsicht zu genießen, da sie oft ähnliche Arten ignorieren. Manche Käfer lassen sich nur präpariert unter einem Binokular bestimmen, bei anderen Artengruppen ist die Bestimmung auch draußen im Feld oder anhand von Bildern möglich.

Freude, Harde, Lohse: Die Käfer Mitteleuropas
Ein sehr guter und vollständiger Bestimmungsschlüssel ist “Die Käfer Mitteleuropas”, nach den ursprünglichen Autoren Freude, Harde, Lohse oft einfach als “FHL” abgekürzt. Mit 15 Bänden ist es allerdings eine kleine Bibliothek und außerdem ziemlich teuer, die kostenlose alternative ist coleonet.de (siehe unten). Der FHL ist das Standardwerk das von Fachleuten verwendet wird, es lohnt sich auf jeden Fall Zugang dazu zu bekommen, etwa über eine Bibliothek oder Fernleihe. Einige Bände wurden aktualisiert neu aufgelegt, daher schwankt die Aktualität von Band zu Band.

Hier eine Übersicht über den Inhalt der jeweiligen Bände:
Band 1: Einführungsband, enthält allgemeine Informationen zu Käfern und zu entomologischen Arbeitsmethoden, wie Präparation und das Anlegen einer Sammlung.
Band 2: Adephaga I Carabidae (Laufkäfer)
Band 3: Adephaga II (Hygrobiidae, Haliplidae, Dytiscidae, Gyrinidae, Rhysodidae), Palpicornia (Hydraenidae, Spercheidae, Hydrophilidae), Histeroidea (Histeridae, Sphaeritidae), Staphylinoidaea I (Silphidae, Leptinidae, Catopidae, Colonidae, Liodidae, Clambidae, Scydmaenidae, Orthoperidae, Sphaeriidae, Ptilidae, Scaphidiidae)
Band 4: Staphylinidae (1 von 2)
Band 5: Staphylinidae (2 von 2), Pselaphidae
Band 6: Diversicornia (Lycidae, Lampyridae, Cantharidae, Drilidae, Malachiidae, Melyridae, Cleridae, Derodontidae, Lymexylonidae, Elateridae, Cerophytidae, Eucnemidae, Throscidae, Buprestidae, Dascillidae, Helodidae, Dryopidae, Georissidae, Heteroceridae, Dermestidae, Nosodendridae, Byrrhidae
Band 7: Clavicornia (Ostomidae, Byturidae, Nitidulidae, Cybocephalidae, Rhizophagidae, Cucujidae, Erotylidae, Cryptophagidae, Phalacridae, Thorictidae, Lathridiidae, Mycetophagidae, Colydiidae, Endomychidae, Sphindidae, Asidiphoridae, Cisidae
Band 8: Teredilia (Lyctidae, Bostrychidae, Anobiidae, Ptinidae), Heteromera (Oedemeridae, Pythidae, Pyrochroidae, Scaptiidae, Aderidae, Anthicidae, Meloidae, Rhipiphoridae, Stylopidae=Strepsiptera, Mordellidae, Serropalpidae, Lagriidae, Alleculidae, Tenebrionidae, Boridae), Lammelicornia (Scarabaeidae, Lucanidae)
Band 9: Cerambycidae, Chrysomelidae (Bockkäfer und Blattkäfer)
Band 10: Bruchidae, Anthribidae, Scolytidae, Platypodidae, Curculionidae (1 von 2) (Rüsselkäfer)
Band 11: Curculionidae (2 von 2) (Rüsselkäfer)
Band 12-15: Supplementbände. Sie enthalten Ergänzungen zu den anderen Bänden (z.B. neu hinzugekommene Arten). Manche der in den Supplementbänden enthaltenen Ergänzungen sind obsolet geworden, da sie in den Neuauflagen integriert wurden. Es lohnt sich daher auf das Erscheinungsjahr zu achten.

Außerdem existiert noch eine Reihe “Die Larven der Käfer Mitteleuropas”.

Dücker et al. (1997): Laufkäfer. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung.

Der DJN-Laufkäferschlüssel hat im Vergleich zum FHL den Vorteil dass er einfacher zu verwenden ist. Er enthält zwar nicht alle Arten, aber die wichtigsten sind enthalten, wodurch er für den Einstieg ausreicht. Mit dem Gattungsschlüssel ist es schneller und einfacher zur Gattung zu kommen, so dass er sich auch in Verbindung mit dem FHL oder coleonet.de verwenden lässt.

Cooter, J., Barclay, M.V.L. (2018): A Coleopterist´s Handbook (4th Edition). The Amateur Entomologists´ Society.
Einführung in die Coleopterologie, umfassender als der Einführungsband des FHL. Stellt jede in Großbrittanien vorkommende Käferfamilie kurz vor (kein Bestimmungsbuch!), mit nützlichen Angaben zur Biologie und Hinweisen wo und wie sie zu finden sind. Besonders nützlich sind die ausführlichen Beschreibungen zu Samnmelmethoden und -equipment, Hinweise zum Anlegen und der Pflege einer Sammlung, Präparation und Kuration etc.

Entomofauna Germanica – Verzeichnis der Käfer Deutschlands Vollständige Checkliste der in Deutschland vorkommenden Käferarten, mit faunistischen Daten. Für viele Arten sind Fotos vorhanden, so dass die Seite auch bei der Bestimmung unterstütztend sein kann.

carabidfauna.de Mit der Datenbank-Abfrage lässt sich eine Checkliste der Laufkäfer Deutschlands, wahlweise mit oder ohne Synonymen, erzeugen. So eine Checkliste ist, als Excel-Tabelle abgespeichert, in der Praxis sehr nützlich.

coleonet.de Die Seite wird von Arved Lompe gepflegt und enthält Bestimmungssschlüssel für Käfer, die an den FHL angelehnt sind und die entweder wie der FHL für Mitteleuropa gültig sind, oder darüber hinaus erweitert wurden. Einzelne Artengruppen fehlen noch, aber das Projekt ist ziemlich umfangreich. Die interne Verlinkung auf der Seite funktioniert manchmal nicht, es empfiehlt sich eine normale Suchmaschine anstelle der Suchfunktion auf der Website zu nutzen.

kerbtier.de Fotogalerie der Käferarten Deutschlands. Viele Arten fehlen, aber ein Farbcode gibt an wie leicht die Bestimmung anhand von Fotos möglich ist. Es ist auch möglich Fotos einzuschicken, um sie von einem Bestimmungsteam identifizieren zu lassen.

Bienen und Wespen

Für Bienen und Wespen hat uns Dr. Christian Schmid-Egger seine Empfehlungen zur Bestimmungsliteratur als PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Die Bestimmung von lebenden Wildbienen ist bei den meisten Arten unmöglich.

Ameisen

Seifert, Bernhard (2007): Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas. lutra.
Viele Ameisen sind sehr schwer und nur unter dem Binokular zu bestimmen. Enthält einen Bestimmungsschlüssel für Arbeiterinnen und Königinnen.

Weichtiere (Muscheln und Schnecken)

Peter Glöer (2015): Süßwassermollusken. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung.
Dieses Werk ermöglicht die Bestimmung der 74 Süßwasserschnecken- und 44 Muschelarten, die bisher für Deutschland nachgewiesen wurden. Auch das Arteninventar der meisten Nachbarländer ist hiermit größtenteils abgedeckt. Wo es für die Bestimmung unerlässlich ist, wird auf anatomische Merkmale des Weichkörpers eingegangen. In kurzen Artportraits und auf über 130 Farbfotos werden die wichtigsten Erkennungsmerkmale und kurz Ökologie und Verbreitung dargestellt.
Neben diesem speziellen Teil findet sich auch eine Einführung in die Malakologie für Einsteiger*innen und zur Auffrischung für Fortgeschrittene.

Pflanzen allgemein

Haeupler, H., Muer, T., Loos, T. H. (2007): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Ulmer.
Bestimmung mit Farbfotos, gut für einen Überblick.

Eggenberg, Möhl (2013): Flora Vegetativa. Haupt Verlag.
Ermöglicht es, Pflanzen im blütenlosen Zustand zu bestimmen.

Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband
und
Schmeil/Fitschen: Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder: Ein Buch zum Bestimmen aller wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen
Beide Bücher sind sich sehr ähnlich, welches als besser empfunden wird hängt für viele Menschen davon ab welches sie mehr gewöhnt sind. Beide werden auch an Universitäten verwendet und können als Standardwerke gelten. Sie sind als Bestimmungsschlüssel aufgebaut. Inzwischen behandelt der Schmeil/Fitschen nicht mehr nur die Flora Deutschlands, sondern im Gegensatz zum Rothmaler in modernen Auflagen auch die der angrenzenden Länder.
Für den Rothmaler gibt es ergänzend auch den Atlasband (mit Zeichnungen), den Kritischen Ergänzungsband (für besonders komplizierte Gattungen: Sorbus, Rubus, Ranunculus, Hieracium, Taraxacum) und den Band “Krautige Zier- und Nutzpflanzen“.
Für Gehölze, egal ob heimisch oder kultiviert, ist die “Fitschen – Gehölzflora: Ein Buch zum Bestimmen der in Mitteleuropa wild wachsenden und angepflanzten Bäume und Sträucher. Mit Knospen- und Früchteschlüssel” zu empfehlen.

Friedrich, Petzold (2005): Handbuch Obstsorten. 300 Obstsorten in Wort und Bild. Ulmer.

blumeninschwaben.de Foto-Bestimmungsschlüssel für Pflanzen, mittlerweile für ganz Deutschland.

Flora-Web Online-Datenbank, unter anderem mit Verbreitungskarten. Durch Floraweb ist es auch möglich Zugang zur Datenbank BiolFlor zu bekommen, was sonst nicht für lau möglich wäre.

Moose

Um Moose zu bestimmen ist starke Vergrößerung, etwa ein Binokular oder sogar ein Mikroskop hilfreich.
Frahm, Frey (2004): Moosflora. Ulmer.
Der Bestimmungsschlüssel vor allem der 4. Auflage enthält einige Fehler, vor allem was die Weiterleitung zu den Seiten betrifft. Dennoch ein Standardwerk der Moosbestimmung.

Atherton, Bosanquet, Llawley (2010): Mosses and Liverworts of Britain and Ireland: A Field Guide
Deckt zusammen mit der Moosflora alles ab, enthält einen Schlüssel und gute Fotografien.

Die Moose Baden-Württembergs
Enthält Bestimmungsschlüssel ab der Familien/Gattungsebene und umfangreiche Informationen zu den einzelnen Arten. Um auf die Familie oder die Gattung zu kommen braucht man noch den Frahm/Frey, aber für die Artbestimmung ist “Die Moose Baden-Württembergs” detaillierter und besser. Lässt sich auch für die meisten anderen Bundesländer anwenden. Die Reihe ist zum Teil vergriffen, es lohnt sich aber sie sich z.B. über eine Bibliothek zu besorgen.
Nebel, Philippi (Hrsg.) (2000): Die Moose Baden-Württembergs. Band 1. Ulmer.
–> Allgemeiner Teil und die meisten akrokarpen (=gipfelfrüchtige) Laubmoose (Andraeales bis Funariales)
Nebel, Philippi (Hrsg.) (2001): Die Moose Baden-Württembergs. Band 2. Ulmer.
–> restliche akrokarpe Laubmoose und pleurokarpe (=seitenfrüchtige) Laubmoose (Schistostegales bis Hypnobryales)
Nebel, Philippi (Hrsg.) (2005): Die Moose Baden-Württembergs. Band 3. Ulmer.
–> Lebermoose, Hornmoose und Torfmoose

bildatlas-moose.de (Bildtafeln mit mikroskopischen Merkmalen von allen Laubmoosen)

moose-deutschland.de

Pilze

Lüder, R. (2006): Grundkurs Pilzbestimmung: Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. Quelle & Meyer.
Das Buch enthält zwar nicht alle Arten, ermöglicht es aber mit einem Bestimmungsschlüssel einige Gift- und Speisepilze zu bestimmen.

Gerhardt, Ewald (2017): Der große BLV Pilzführer für unterwegs: 1200 Arten 1000 Farbfotos. BLV.

Sonstiges

Engelhardt, Wolfgang (2020): Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher. Kosmos.
Enthält eine gute Auswahl an “Gewässergetier”. Sehr gut um sich einen Überblick zu verschaffen. Ansonsten, wenn man die einzelnen Arten ganz genau bestimmen will, braucht man für jede Artengruppe Spezialliteratur.

Offene Naturführer Sammelt Naturführer, Bestimmungshilfen, Lehr- und Lernmaterialien zur Artenvielfalt um sie der Allgemeinheit zugänglich zu machen.
beachexplorer.org Seite über Strandfunde an der Nordsee.

Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen? Einfach an nase@naturbeobachtung.de schicken.

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