Archiv für die Kategorie „Berichte und Rückblicke“

Ein Tag in der Döberitzer Heide

Freitag, 17. September 2021

Am 09.09.2021 fand eine Exkursion der DJN-Ortsgruppe Berlin/Brandenburg in die Döberitzer Heide statt. Es ist der älteste ehemalige Truppenübungsplatz in Deutschland. Der größte Teil wird sich selbst überlassen und in einem abgesperrten Bereich (Wildniskernzone) mit Wisenten und Wildpferden gepflegt. Ein Botaniker der Heinz-Sielmann-Stiftung, die die Fläche naturschutzfachlich betreut, begleitete uns bei der Exkursion. Da unsere Gruppe so bunt gemischt war, starteten wir mit einer Vorstellungsrunde.

Kurz hinter dem Parkplatz trafen wir auf die erste besondere Art, mit der niemand gerechnet hatte: der Sandohrwurm. Er ist unsere größte heimische Ohrwurmart und braucht großflächig unbewachsene Lebensräume, er ist ein Pionier mit weltweiter Verbreitung (natürlicherweise, nicht durch Menschen). Eigentlich an Küsten und Flussufern zuhause, nimmt er auch Kiesgruben oder Truppenübungsplätze an. Da das Tier normalerweise in seiner Wohnröhre unter dem Sand verborgen ist, bekammt man es selten zu Gesicht.


Sandohrwurm
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Nachtexkursion in die Schwärze

Mittwoch, 1. September 2021

Die Ortsgruppe Berlin-Brandenburg hat sich am 31.August getroffen, um in der Nacht Fische zu beobachten. Dabei ging es in die Schwärze, ein Bach der durch den Stadtcampus der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde fließt und daher gut zu erreichen ist.
Das Hauptziel der Exkursion war es, Groppen zu beobachten. Bei Groppen handelt es sich um eine Gattung von bodenlebenden Fischen, die keine Schwimmblase haben und deshalb die meiste Zeit träge am Boden herumliegen und dabei einfach sympathisch aussehen. Sie benötigen schnell fließende, klare Bäche und sind im flachen Brandenburg dementsprechend extrem selten. Sie sind hier nur aus drei Gewässersystemen bekannt: Die Steppnitz im nordwestlichen Zipfel von Brandenburg, das Schwärzesystem und die Lausitzer Neiße im Südosten des Landes.

Baltische Groppen aus der Schwärze
Baltische Groppen (Cottus microstomus) aus der Schwärze
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Rückblick: Winterseminar 2019/2020

Freitag, 24. Januar 2020

Vom 26.12. bis zum 2.1. fand in der Waldorfschule Wahlwies, also fast am Bodensee, das Winterseminar statt. Wie eigentlich immer beim DJN stand die Naturkunde im Mittelpunkt: Es gab Exkursionen zum Hexenbrünnele, zur Bodenseehalbinsel Mettnau und durch das Wollmatinger Ried. Dort wurden einige Pflanzen und Pilze bestimmt und vor allem viele Vögel beobachtet, darunter auch Besonderheiten wie Waldohreule, Bartmeisen und Wasserralle. Außerdem gab es die Möglichkeit, unter dem Binokular Selbstgesammeltes wie Baum- und Strauchknospen oder Mitgebrachtes wie einige Käfer aus einer Sammlung genauer anzusehen und bestimmen zu lernen. An den Abenden gab es verschiedene Vorträge und Diskussionsrunden über australische Spinnen, den Atom- und Kohleausstieg, ein forstbotanisches Praktikum in Ghana, ein Artenkennernetzwerk, Ideen für eine lebenswerte Zukunft und einen Spinnen- und Raupenspaziergang. An einem Abend wurden Kerzen gegossen und Bienenwachstücher hergestellt. Die meisten Abende endeten mit einer Singerunde, bei der mit viel Gitarrenbegleitung im Kerzenlicht Musik gemacht wurde. An Silvester wurde eine Norddeutsche Tradition nach Wahlwies gebracht: Das Rummelpott-Laufen. Dabei geht eine Gruppe von Haus zu Haus, singt Lieder und verteilt gute Wünsche für das neue Jahr. Die fleißigen Sänger*innen wurden in Wahlwies sehr freundlich aufgenommen und waren beeindruckt von der Gastfreundschaft und dem regen Interesse an den norddeutschen Bräuchen. Später wurde mit dem traditionellen DJN-Tanz „Hüpse“  in das neue Jahr getanzt, der auf amüsante Art Volkstanz und Wettrennen vereint.

Seminar auf Hallig Hooge

Freitag, 8. November 2019

Im September diesen Jahres haben wir ein sehr schönes Seminar auf Hallig Hooge verbracht. Vom 20. bis 28. haben wir eine Woche lang die Hallig unsicher gemacht und sehr viel erleben, entdecken und kennenlernen können. Das Wetter war anfangs super und wurde dann immer wechselhafter bis es am Abfahrtstag teilweise in strömen regnete.
Mit mal mehr und mal weniger Leuten waren wir vor Ort und eine tolle, bunt durchmischte Gruppe. Untergekommen sind wir im Seminarhaus der Schutzstation Wattenmeer, (mehr …)

Auf der Suche nach Rindenschröter und Gartenschläfer

Donnerstag, 15. August 2019

30 Teilnehmer beim Biodiversitätscamp des Deutschen Jugendbunds für Naturbeobachtung
Pressemitteilung Nr. 77/2019 der Nationalparkverwaltung Bayrischer Wald, vom 12.08.2019:


Pressebild
Ein Teil der Camp-Teilnehmer hat am Latschensee gerade eine
Libelle gefangen. Nach Literaturrecherche ist sicher: Es ist eine Hufeisen-Azurjungfer. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

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Rückblick: Insektenseminar 2019

Montag, 20. Mai 2019

Vom 9. bis 15 Mai 2019 trafen sich fast 30 Personen, um sich in Pevestorf im Wendland intensiver mit Entomologie (Insektenkunde) zu beschäftigen. Täglich standen Exkursionen in die Elbauen und andere interessante Flächen der Umgebung auf dem Programm, wo wir dank einer Ausnahmegenehmigung auch im Naturschutzgebiet Insekten beobachten und sammeln konnten. Viele Arten sind im Freiland nicht bestimmbar, da die Merkmale nur unter starker Vergrößerung am unbeweglichen Tier sichtbar sind. Daher haben wir auch Insekten präpariert, um sie anschließend unter dem Binokular zu bestimmen. Über die ethischen Aspekte des Sammelns zu wissenschaftlichen Zwecken wurde in der Runde diskutiert. (mehr …)

GEO-Tag der Natur in Göttingen 2018

Sonntag, 8. Juli 2018

Am 17. Juni 2018 trafen sich mehr als 35 Teilnehmer*innen zum 20. Geo-Tag der Natur auf dem Kerstlingeröder Feld. Eingeladen hatten die drei Naturschutzverbände BSG, BUND und DJN, um zusammen mit zahlreichen Expert*innen die heimische Natur zu erkunden. In diesem wertvollen Naturschutzgebiet sollten Pflanzen, Vögel und Insekten entdeckt und gelistet werden.

Dabei wurden in kürzester Zeit 247 Pflanzenarten notiert, davon 10 Arten der Roten Liste Niedersachsen. Unter 14 gelisteten Vogelarten war auch der gefährdete Neuntöter und bei den Schmetterlingen von 21 entdeckten Arten allein 10 auf der Roten Liste Niedersachsen.

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Demo für Klimagerechtigkeit

Dienstag, 15. Dezember 2015

Vom 30.11.-12.12.2015 fand in Paris die UN-Klimakonferenz statt, deren Ziel es war, einen verbindlichen Klimavertrag zu beschließen.

Als die Verhandlungen der Staaten am Samstag in die letzte Runde gingen, setzten gleichzeitig Zehntausende Menschen weltweit ein Zeichen für Klimagerechtigkeit. Auch in Deutschland waren Leute auf der Straße. So z. B. in Hannover: Gemeinsam organisierten der DJN, JANUN e.V., die BUNDjugend Niedersachsen und die Grüne Jugend Niedersachsen am 12.12.2015 eine Demo für Klimagerechtigkeit. (mehr …)

Demo gegen TTIP und CETA

Freitag, 16. Oktober 2015

Berlin: Der Hauptbahnhof ist voll, kaum steigt man aus der S-Bahn steckt man schon in einer großen Menschentraube. Langsam schieben sich die Massen die Treppe hinunter, nach draußen auf den Bahnhofsvorplatz. Auch hier ist alles voll. 250 000 Menschen sind am Sonntag den 10.10.2015 nach Berlin gekommen um gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zu demonstrieren. Darunter auch eine Gruppe DJNer und Socken, wir haben extra die HVS nach Berlin verlegt um als HV an der Demo teilnehmen zu kommen. Die Stimmung war gut, es war beeindruckend wie viele Menschen sich versammelt haben. Der lange Zug an Menschen verschiedenster Organisationen und Projekte schob sich langsam durch die Stadt, vorbei am Brandenburger Tor bis zur Siegessäule. (mehr …)

Ohne Moos nix los? Rückblick auf den Moosbestimmungskurs 2014

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Am 23. und 24.11. fand in Freiburg unter der fachkundigen Leitung des Moosexperten Michael Lüth ein Moosseminar statt. Am Samstag ging es um 8 Uhr mit einer kleinen Einführung los: Was sind Moose und wieso sind sie spannend? Zunächst kurz zum Aufbau eines Mooses: Moose bestehen in der Regel aus dem Gametophyten (das Grüne) und dem Sporohphyten (auch Sporogon, meist eine Kapsel auf einem Stiel, die aus dem Moos herausragt). Moose sind besonders interessant, da sie sensibel auf Umweltveränderung reagieren und so sowohl kleinste Standortunterschiede als auch Klimaveränderungen anzeigen. (mehr …)

schlehe

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